Erweiterung der Beweislastumkehr beim Verbrauchergüterkauf zu Gunsten des Verbrauchers

Veröffentlicht am 12.10.2016

In seinem Urteil vom 12. Oktober 2016 – VIII ZR 103/15 hat der Bundesgerichtshof zu Gunsten der Verbraucher die bisher geltende Beweislastumkehr erweitert. Danach muss der Käufer innerhalb eines halben Jahres nach Kaufvertragsschluss nicht darlegen und beweisen, auf welcher Ursache die Mangelhaftigkeit der Kaufsache beruht. Er muss auch nicht darlegen und beweisen, dass diese Ursache im Verantwortungsbereich des Verkäufers fällt.

Der Vorteil des einen ist der Nachteil des anderen:

Dies führt dazu, dass nunmehr der Verkäufer darlegen und beweisen muss, dass die Mangelhaftigkeit auf eine Ursache zurückzuführen ist, die erst nach der Lieferung eingetreten ist.

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